Psychische Belastungen

durch und was man dagegen tun kann

 

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Akne psychische hervorrufen kann. Natürlich kommt es auf die Schwere und Ausprägung der Erkrankung an, auch die eigene Persönlichkeit fließt mit ein. Eine Pauschalisierung, wer mehr oder weniger unter der Akne leidet, gibt es nicht.

 

Akne passt nun einmal nicht in das Bild vom gängigen Schönheitsideal und das ist in der Regel auch das größere Problem. Die Angst, verspottet oder nicht akzeptiert zu werden, führt bei Aknebetroffenen mitunter zum sozialen Rückzug, der dann wiederum eine ungünstige Spirale in Gang setzt. So weit muss es aber nicht kommen, denn professionelle Hilfe ist bei psychischen Problemen mit Akne durchaus angeraten.

 

Der Arztbesuch ist der erste Schritt

Mit Akne ist es wie mit vielen Krankheiten. Schon allein der Arztbesuch, das vertrauensvolle Gespräch und die Kenntnis über Behandlungsmöglichkeiten bringen oft eine erhebliche Erleichterung. Die Placebo-Effekt-Forschung hat hier erstaunliche Erkenntnisse zu Tage gebracht. Worte beruhigen und regen damit auch die Selbstheilungskräfte des Körpers an, es werden positive Hormone ausgeschüttet, die wesentlich zur Linderung beitragen können. Je eher gehandelt wird, umso weniger groß ist die Gefahr, sich in zermürbenden Gedanken zu verlieren.

 

Psychologische Beratung und ggf. Therapie

Wenn sich das ganze Leben nur noch um die Akne dreht, mit all den damit verbundenen Ängsten und Selbstzweifeln, ist es an der Zeit, sich professionelle Hilfe zu suchen. Der Hausarzt oder Dermatologe kann hier an einen Psychotherapeuten überweisen. Auch, wenn das im ersten Moment für den Aknepatienten vielleicht erschreckend klingt, so sind die Erfahrungen in der Praxis sehr positiv, vielen Betroffenen hat diese Maßnahme entscheidend weitergeholfen. Es gilt, eine andere Sicht auf die Dinge zu ermöglichen, Hintergründe der Angst und Zweifel werden genauer beleuchtet und Wege aufgezeigt, mit denen das Leben mit Akne kein Spießrutenlauf darstellt. Nicht selten verbergen sich hinter den mit der Akne verbundenen Ängsten und psychischen Belastungen auch andere oder zusätzliche Faktoren, die eine Psychotherapie gezielt aufdecken und behandeln kann.

 

Ängste können auch hausgemacht sein

Im Zeitalter des Web 2.0 dürfte Akne eigentlich kein Thema mehr sein, das zu Ängsten und Selbstzweifeln führen darf. Das Netz ist gefüllt mit Posts und Beiträgen von Menschen, die unter , die über die Krankheit diskutieren, sich gegenseitig austauschen und Tipps vermitteln. Ob Facebook, Twitter, Akne-Blogs, Akne-Foren, Akne-Communities – Es wird offen darüber kommuniziert. Warum haben dann dennoch so viele Menschen Angst davor, wegen ihrer Akne abgelehnt oder gemieden zu werden? Auch beim Thema Liebe und Partnersuche ist Akne immer noch ein Thema. Sätze wie: „Ich bekomme keinen Partner, weil ich unter einer starken Akne leide, sind da nicht selten.“ Aber Liebe und gemeint ist hier die echte Liebe wägt nicht nach Äußerlichkeiten ab. Sie trifft ins Herz, ob mit oder ohne Akne. Das Selbstbewusstsein, die eigene Akzeptanz und die Ausstrahlung des Menschen spielen in diesem sensiblen Bereich eine weitaus größere Rolle als eine pickelige Haut. Daher sollten Aknebetroffene vielleicht auch diesen Standpunkt neu überdenken und versuchen, nicht mit aller Gewalt gegen die Erkrankung anzukämpfen, sondern sie zu akzeptieren und neue Wege zu gehen.

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